Krankenhausführer Sachsen

Wir helfen bei der Suche nach dem richtigen Krankenhaus

Zahlen & Fakten

Neun Diagnosen – vom Hüftgelenkersatz bis zur Risikogeburt – werden ausführlich erläutert, außerdem wird die Qualität der Behandlungen in Tabellen dargestellt und verständlich erläutert.

90.000 Patienten befragt

Rund 90.000 Patienten wurden zu ihrer Zufriedenheit mit der Krankenhausbehandlung befragt. Davon sandten 28.700 den Fragebogen ausgefüllt zurück, 21.902 anonyme Antworten konnten in die Auswertung einfließen.

Fünf Krankenkassen – die AOK Plus, die Barmer GEK, die TK, die IKK classic und die DAK-Gesundheit – unterstützen die Patientenbefragung. Die Auswertung wurde von einem Team der TU Dresden unter Leitung von Professor Joachim Kugler vorgenommen. Fachliche Hilfe leisteten auch die Krankenhausgesellschaft Sachsen und die Sächsische Landesärztekammer.

Über eine Million Sachsen waren im Vorjahr in einer Klinik, im Schnitt 7,5 Tage. Aber wie zufrieden sind sie?

Immer mehr Patienten, immer kürzere Verweildauer: Im vergangenen Jahr wurden in Sachsens Krankenhäusern erstmals mehr als eine Million Patienten behandelt. Damit war im Schnitt jeder vierter Sachse mindestens einmal in der Obhut von Klinikärzten. Häufigste Diagnose ist mittlerweile Herzschwäche.

Im gleichen Zeitraum ist die Aufenthaltsdauer in den sächsischen Kliniken stetig gesunken – voriges Jahr auf 7,5 Tage. Das geht aus neuesten Daten des Statistischen Landesamtes hervor. 1991 verbrachte ein Patient noch durchschnittlich 18,4 Tage im Krankenhaus. Ein deutliches Plus gab es hingegen bei den Medizinern: Im Jahr 2013 waren in den 79 sächsischen Krankenhäusern über 8 200 Ärzte angestellt – fast 60 Prozent mehr als 1991.

Die Rekordzahl an Krankenhausbehandlungen sei in der Bevölkerungsentwicklung begründet, erklärt Professor Jan Schulze: „Sachsen hat die älteste Bevölkerung aller Bundesländer“, sagt der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer. „Das heißt, wir haben mehr kranke Menschen, die auch noch unter mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden.“

Aus Sicht der Krankenkassen sind dagegen falsche finanzielle Anreize für die ungebremste Zunahme der Krankenhausfälle verantwortlich. „Die planbare Operation als planbare Einnahmequelle, der Versicherte als Objekt finanzieller Begierde – das darf nicht sein“, sagte der Vorsitzende der AOK Plus, Rainer Striebel, der SZ. In die gleiche Richtung gehen auch die Pläne der Bundesregierung. „Gute Qualität muss sich für die Krankenhäuser auch finanziell lohnen“, heißt es im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD.

22 000 Antworten von 90 000 Versicherten

Doch welche Kliniken liefern die besten Ergebnisse? Können kleine Häuser mithalten? Sind private Einrichtungen im Vorteil? Diese Fragen beantworten wir anhand von neun ausgewählten Diagnosen im neuen Krankenhausführer; er entstand erneut in Kooperation von Sächsischer Zeitung und Freier Presse in Chemnitz.

Wissenschaftler der TU Dresden haben dafür die Qualitätsberichte der Krankenhäuser in übersichtlichen Tabellen aufbereitet. Wir erläutern die Zahlen, Kliniken nehmen zu auffälligen Werten Stellung. Darüber hinaus veröffentlichen wir die Ergebnisse der bislang größten Umfrage unter sächsischen Patienten. Dazu hatten AOK Plus, Barmer GEK, TK, IKK classic und DAK-Gesundheit rund 90 000 Versicherte zu ihrer Zufriedenheit mit der Krankenhausbehandlung befragt; knapp 22 000 Antworten flossen in die Bewertung ein. (sk)

Kommentar: Patientendeutsch statt Fachchinesisch

Von Steffen Klameth

Cholezystektomie: Viele Leser haben vermutlich ihre Schwierigkeiten, das Wort fehlerfrei über die Lippen zu bekommen. Und nur die wenigsten können wohl auf Anhieb sagen, was sich dahinter verbirgt. Dabei geht es um einen Eingriff, dem sich in Deutschland jährlich 170 000 Patienten unterziehen müssen – die operative Entfernung der Gallenblase.

Na und, werden Sie jetzt sagen, man kann doch nicht alles wissen! Stimmt. Aber es gibt Situationen, in denen solches Wissen wertvoll ist – zum Beispiel, wenn man sich mit dieser Diagnose ins Krankenhaus begeben muss und nicht weiß, in welches. Mag sein, dass ihr Hausarzt eine Empfehlung hat. Und womöglich ist der Tipp sogar goldrichtig. Aber Patienten sind gut beraten, sich vor der Entscheidung auch selbst ein Bild über die Klinik und mögliche Alternativen zu machen.

Genau das war die Idee, als Krankenhäuser zu mehr Transparenz verpflichtet wurden. In sogenannten Qualitätsberichten sollten sie ihre Ergebnisse bei häufig notwendigen Eingriffen für jedermann zugänglich machen. Doch wer sich danach im Internet auf die Suche macht, stößt früher oder später an Grenzen. Der Krankenhausführer ist da schon einen Schritt weiter. Wir haben das Fachchinesisch in Patientendeutsch übersetzt und erklären, worauf man vor einem stationären Aufenthalt achten sollte. Und wir haben wieder Zehntausende Patienten befragt, wie zufrieden sie mit der Behandlung waren. Damit Sie das richtige Krankenhaus finden.

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