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Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus können harmlos sein - aber auch auf eine Erkrankung hindeuten. Gebärmutterkrebs ist die vierthäufigste Tumorerkrankung bei Frauen. Im schlimmsten Fall müssen Ärzte die Gebärmutter bzw. Eierstöcke und Eileiter entfernen.

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Diagnose: Gynäkologische Operationen

Frauenkrankheiten
Grafik: Getty Images

Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus, Druckgefühl und Schmerzen können auf eine gynäkologische Erkrankung hindeuten. Meist sind solche Probleme harmlos und gehen vorüber, doch können sie auch Behandlungen oder Operationen nach sich ziehen, erklärt Dr. Jens Schnabel. Er ist Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am DRK-Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein. 

Was sind Myome?

Myome sind gutartige Tumore der glatten Muskelzellen der Gebärmutter. Bei den 35-Jährigen sind etwa 40 Prozent betroffen, bei den 50-Jährigen, die noch nicht in der Menopause sind, 70 Prozent. 

Wann muss deshalb die Gebärmutter entfernt werden?

„Nur bei jeder zweiten bis dritten Frau machen Myome überhaupt Beschwerden. Und nur das rechtfertigt eine Behandlung“, sagt der Chefarzt. Eine Gebärmutterentfernung ist der letzte Schritt, wenn die medikamentöse Behandlung, die örtliche operative Entfernung oder alternativ eine Embolisation der Arterien in der Gebärmutter – auch Verödung genannt – keinen Erfolg gebracht haben. 

Sind Myome gefährlich? Wie bemerkt man sie?

Myome sind nicht gefährlich, doch sollten sie vom Frauenarzt regelmäßig kontrolliert werden, damit es nicht zu einer Entartung kommt. Vor allem wenn nach den Wechseljahren plötzlich wieder Blutungen auftreten, kann das ein Hinweis auf eine bösartige Neubildung sein. Sind gutartige Tumore sehr stark gewachsen, verdrängen sie andere Organe im Bauchraum. Schmerzen und Druckgefühl, mitunter Blasen- und Darmprobleme sind dann die Folge. „Myome wachsen hormonabhängig und entstehen meist im Alter von 35 bis 50“, sagt Dr. Jens Schnabel. Die Frau bemerkt Myome meist durch eine plötzlich sehr starke und langanhaltende Regelblutung.

Welche medikamentösen Methoden gibt es gegen Myome?

Zunächst kann man die „Pille“, also ein Kontrazeptivum, einsetzen. Relativ neu ist auch die Behandlung mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat, das gegen Blutungsstörungen bei Myomen empfohlen wird. Die Behandlung dauert maximal drei Monate und darf nach jetzigem Stand nur einmal wiederholt werden. Danach bleibt dann nur die Verödung oder die Operation.

Sind Myome der häufigste Grund für eine Gebärmutterentfernung?

„Nein. Öfter haben wir es mit Krebs der inneren Genitale und einer Senkung der Gebärmutter zu tun“, sagt Jens Schnabel. Etwa 11 000 Frauen pro Jahr bekommen in Deutschland die Diagnose Gebärmutterkrebs. Dabei ist der Gebärmutterkörper betroffen. Daneben gibt es noch den Gebärmutterhalskrebs. Die Neuerkrankungen liegen nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts bei etwa 4 600 pro Jahr und sind seit Ende der 1990er-Jahre stabil. 

Welche Nebenwirkungen hat eine Gebärmutter-OP?

Die Patientinnen bleiben nach der Operation eines gutartigen Tumors etwa drei bis vier Tage in stationärer Behandlung, bei bösartigen Erkrankungen etwa zehn bis 14 Tage. In diesem Fall können weitere Behandlungen wie Chemo- und Strahlentherapie erforderlich sein. Allgemein gilt, dass man sich vier bis sechs Wochen nach der Operation körperlich schonen und Wundinfektionen vermeiden soll. Das heißt: kein Sex und nicht in öffentlichen Gewässern baden gehen. Über 90 Prozent der Patientinnen, denen die Gebärmutter aufgrund von Myomen entfernt wurde, haben danach keinerlei Beeinträchtigungen. Zudem müssen sie nicht auf die Verhütung achten. 

Zudem müssen sie nicht auf die Verhütung achten. 

Wie sehen die Überlebenschancen beim Gebärmutterkrebs aus?

Die Sterberaten sind seit 1980 deutlich zurückgegangen. Insgesamt sterben in Deutschland derzeit 1 500 bis 1 600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Vor 30 Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele. 

Was bringt die Impfung gegen Papillomaviren?

„Die Impfung gibt es noch nicht so lange, dass man bereits nachweisbare Auswirkungen sehen könnte“, sagt Chefarzt Schnabel. Er rechnet frühestens in 20 Jahren mit messbaren Ergebnissen. Viel wichtiger für die hohen Überlebensraten sei die konsequente Früherkennung, sagt er. Dazu gehören zytologische Untersuchungen. Das sind Zellabstriche von der Gebärmutterschleimhaut. Sie sind Kassenleistung. 

Wie macht sich Eierstockkrebs bemerkbar?

Die Symptome sind untypisch. Es treten zum Beispiel Schwellungen des Bauches auf, Blähungen, Völlegefühl und Gewichtsabnahme oder Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine. 

Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

„Leider immer noch nicht befriedigend. Die Fünf-Jahre-Überlebensrate beträgt gerade einmal 40 Prozent. Das ist mit eine der schlechtesten Prognosen bei Krebserkrankungen. Das Problem ist, dass er erst im fortgeschrittenen Stadium Beschwerden macht und dann schwer zu behandeln ist. Frauen mit genetischer Veranlagung zu Eierstockkrebs wird eine engmaschige Überwachung an speziellen Zentren empfohlen. 

Wie kann man Tumoren vorbeugen?

Eine gesunde Lebensführung ist immer von Vorteil, doch lässt sich allein damit eine Erkrankung nicht verhindern. Da es heute sehr gute Behandlungsmöglichkeiten gibt, ist es wichtig, regelmäßig zum Frauenarzt zur Kontrolle zu gehen. Außerdem sollte jede Frau einen Regelkalender führen, in den sie auch einträgt, wann Schmerzen oder andere Beschwerden aufgetreten sind. 

Wie teuer ist die operative Gebärmutterentfernung?

Bei gutartigen Tumoren zahlen die Kassen zwischen 2 500 und 5 000 Euro, bei bösartigen bis zu 23 000 Euro, im Schnitt aber 8 800 Euro.

Dr. Jens Schnabel erklärt die Gebärmutter-OP:

Es gibt drei verschiedene Arten für eine Gebärmutterentfernung: durch die Scheide, durch die Bauchdecke mit Bauchschnitt und mittels Bauchspiegelung (Laparoskopie). Der Bauchschnitt wird nur noch selten durchgeführt. Je nach Erkrankung kann der Operateur die ganze Gebärmutter oder nur einen Teil entfernen. Die subtotale OP kommt bei krankhaften Veränderungen der Gebärmutter infrage, die nur einen bestimmten Teil des Organs betreffen. Dabei entnimmt der Arzt beispielsweise ausschließlich den Gebärmutterkörper und belässt den Gebärmutterhals. Ist es notwendig, die Gebärmutter aufgrund einer bösartigen Krankheit eines anderen Organs (Eierstöcke) zu entfernen, entnimmt der Arzt weiteres benachbartes Gewebe in einem vorgeschriebenen Sicherheitsabstand. Die Blutgefäße um das Organ werden mit einer Elektrokoagulation verödet, bevor die Gebärmutter nach außen e

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